Ein Kapitel Revolution ist eine ErzÀhlung von Joseph Roth.
Auszug:
Der Zug brauchte mehr als achtzehn Stunden, um die kurze Strecke zwischen Kursk und Woronesch zurĂŒckzulegen. Es war ein kalter und klarer Wintertag. Ein paar karge Stunden schien die Sonne so krĂ€ftig von einem dunkelblauen, fast sĂŒdlichen Himmel, daĂ die MĂ€nner an jeder der hĂ€ufigen Haltestellen aus den kalten und finstern Waggons hinaussprangen, die Röcke ablegten wie bei einer schweren Arbeit im heiĂen Sommer, sich mit dem knirschenden Schnee wuschen und von der Luft und der Sonne trocknen lieĂen. Im Verlauf dieses kleinen Tages hatten sie alle gebrĂ€unte Gesichter bekommen wie die Leute im Winter auf den sportlichen Höhen der Schweiz. Aber die DĂ€mmerung kam plötzlich, und ein scharfer, kristallener, gleichmĂ€Ăiger, singender Wind verschĂ€rfte die finstere KĂ€lte der langen Nacht und schien den Frost unaufhörlich zu schleifen, damit er noch schneidender und spitzer werde.
Ein Kapitel Revolution ist eine ErzÀhlung von Joseph Roth.
Auszug:
Der Zug brauchte mehr als achtzehn Stunden, um die kurze Strecke zwischen Kursk und Woronesch zurĂŒckzulegen. Es war ein kalter und klarer Wintertag. Ein paar karge Stunden schien die Sonne so krĂ€ftig von einem dunkelblauen, fast sĂŒdlichen Himmel, daĂ die MĂ€nner an jeder der hĂ€ufigen Haltestellen aus den kalten und finstern Waggons hinaussprangen, die Röcke ablegten wie bei einer schweren Arbeit im heiĂen Sommer, sich mit dem knirschenden Schnee wuschen und von der Luft und der Sonne trocknen lieĂen. Im Verlauf dieses kleinen Tages hatten sie alle gebrĂ€unte Gesichter bekommen wie die Leute im Winter auf den sportlichen Höhen der Schweiz. Aber die DĂ€mmerung kam plötzlich, und ein scharfer, kristallener, gleichmĂ€Ăiger, singender Wind verschĂ€rfte die finstere KĂ€lte der langen Nacht und schien den Frost unaufhörlich zu schleifen, damit er noch schneidender und spitzer werde.