Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, anhand der Darstellung aktueller Forschungsergebnisse jene Faktoren zu bestimmen, die die PathogenitĂ€t von V. cholerae entscheidend beeinflussen. Dazu werden neben typischen Virulenzfaktoren auch der Lebenszyklus und die genetische FlexibilitĂ€t des Bakteriums betrachtet. Mit Hilfe dieser AusfĂŒhrungen soll nachfolgend beurteilt werden, ob und inwiefern die Cholera zwar eine âalte Seucheâ, jedoch auch eine âneue Gefahrâ darstellt.
Wenn wir das Wort Cholera hören, denken wir vielleicht an eine alte Seuche, die im Mittelalter neben Krankheiten wie der Pest in Europa zahlreiche Opfer forderte. Nicht umsonst sprechen wir von der Wahl zwischen Pest und Cholera, wenn wir uns zwischen zwei gleich groĂen Ăbeln entscheiden mĂŒssen. Oder wir erinnern uns an die ErzĂ€hlung von Gabriel GarcĂa MĂĄrquez in seinem Buch âDie Liebe in den Zeiten der Choleraâ, in dem er die Lebensgeschichte zweier Liebender erzĂ€hlt, die Ende des 19. Jahrhunderts auf einem Schiff in Kolumbien zueinander finden. Vielleicht denken wir aber auch an jene Schlagzeilen zurĂŒck, die in den letzten Jahren immer wieder die Zeitungen zierten. Darunter SĂ€tze wie âCholera â wenn der Durchfall tödlich wirdâ, âJetzt handeln oder alles verlierenâ oder âEine Seuche auĂer Kontrolleâ. In den dazugehörigen Berichterstattungen wird meist von tausenden Betroffenen und vielen Toten gesprochen. Angesichts dieser dramatischen Berichte stellt sich eine Frage, die bereits im Titel dieser Arbeit angeschnitten wird: Ist die Cholera immer noch, in Zeiten des stetigen wissenschaftlichen Fortschritts und der guten medizinischen Versorgung, eine ernstzunehmende Bedrohung?
Lebenszyklus und pathogene Eigenschaften des Erregers der Cholera heute - Anonym
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, anhand der Darstellung aktueller Forschungsergebnisse jene Faktoren zu bestimmen, die die PathogenitĂ€t von V. cholerae entscheidend beeinflussen. Dazu werden neben typischen Virulenzfaktoren auch der Lebenszyklus und die genetische FlexibilitĂ€t des Bakteriums betrachtet. Mit Hilfe dieser AusfĂŒhrungen soll nachfolgend beurteilt werden, ob und inwiefern die Cholera zwar eine âalte Seucheâ, jedoch auch eine âneue Gefahrâ darstellt.
Wenn wir das Wort Cholera hören, denken wir vielleicht an eine alte Seuche, die im Mittelalter neben Krankheiten wie der Pest in Europa zahlreiche Opfer forderte. Nicht umsonst sprechen wir von der Wahl zwischen Pest und Cholera, wenn wir uns zwischen zwei gleich groĂen Ăbeln entscheiden mĂŒssen. Oder wir erinnern uns an die ErzĂ€hlung von Gabriel GarcĂa MĂĄrquez in seinem Buch âDie Liebe in den Zeiten der Choleraâ, in dem er die Lebensgeschichte zweier Liebender erzĂ€hlt, die Ende des 19. Jahrhunderts auf einem Schiff in Kolumbien zueinander finden. Vielleicht denken wir aber auch an jene Schlagzeilen zurĂŒck, die in den letzten Jahren immer wieder die Zeitungen zierten. Darunter SĂ€tze wie âCholera â wenn der Durchfall tödlich wirdâ, âJetzt handeln oder alles verlierenâ oder âEine Seuche auĂer Kontrolleâ. In den dazugehörigen Berichterstattungen wird meist von tausenden Betroffenen und vielen Toten gesprochen. Angesichts dieser dramatischen Berichte stellt sich eine Frage, die bereits im Titel dieser Arbeit angeschnitten wird: Ist die Cholera immer noch, in Zeiten des stetigen wissenschaftlichen Fortschritts und der guten medizinischen Versorgung, eine ernstzunehmende Bedrohung?